Für alle, die Kraft statt Entspannung suchen

Pilates Präventionskurs online: stark aus der Körpermitte

Acht Wochen Training für Bauch, Rücken und Haltung, ZPP-zertifiziert und je nach Krankenkasse bis zu 100 Prozent erstattet. Alles, was du vorher wissen solltest.

Zum Kurs bei Präventionskurse Online*

129 Euro einmalig · 8 Module · nur eine Matte nötig

Pilates Präventionskurs online zuhause auf der Matte für eine starke Körpermitte
ZPP-zertifiziert nach § 20 SGB V

Nach meinem zweiten Kind war mein Thema nicht mehr Entspannung. Mein Thema war eine Mitte, die sich anfühlte, als hätte jemand vergessen, sie wieder einzuschalten. Wenn dir das bekannt vorkommt, ist ein Pilates Präventionskurs vermutlich näher an dem, was du brauchst, als ein reiner Yogakurs.

Der Kurs, den ich mir dafür genauer angesehen habe, heißt „Pilates – dein Kräftigungsprogramm“ und kommt vom selben Anbieter wie der Yoga-Präventionskurs, den ich an anderer Stelle vorstelle. Hier steht, was drinsteckt, wo der Unterschied zu Yoga liegt und für wen der Kurs ausdrücklich nicht gemacht ist.

Damit du weißt, worauf diese Einschätzung beruht: Ich habe diesen Kurs bisher nicht komplett durchlaufen. Was du hier liest, stützt sich auf die Kursbeschreibung, die Zertifizierungsunterlagen, die Teilnahmebedingungen und öffentlich einsehbare Rückmeldungen von Teilnehmerinnen. Sobald ich ihn selbst absolviert habe, ergänze ich meine eigenen Eindrücke.

Was der Kurs beinhaltet

Angeboten wird er von Präventionskurse Online, einem Anbieter, der seit 2018 zertifizierte Gesundheitskurse produziert. Laut Rückmeldungen von Teilnehmerinnen unterrichtet dieselbe Kursleiterin wie im Yogakurs, Kati Blödorn.

Die Eckdaten:

  • acht Module mit Theorie- und Praxisteil
  • angelegt auf acht Wochen, ein Modul pro Woche
  • 180 Tage Zugriff nach der Anmeldung
  • Kursgebühr einmalig 129 Euro
  • zertifiziert von der Zentralen Prüfstelle Prävention
  • als Ausrüstung reicht eine Matte, Gurte oder Gewichte sind optional

Inhaltlich geht es um Tiefenmuskulatur, um eine kräftige Bauch- und Rückenmuskulatur und um eine beweglichere Wirbelsäule. Ein eigener Schwerpunkt liegt auf der Atmung, genauer auf der seitlichen Brustkorbatmung. Die klingt nach Detail, ist aber das, was Pilates von normalem Bauchmuskeltraining unterscheidet: Die Atmung steuert die Spannung in der Körpermitte mit.

Direkt zum Kurs

Beim Anbieter findest du ein Vorschauvideo, an dem du gut hörst, wie die Anleitung klingt. Das ist bei einem Videokurs der wichtigste Vorabtest.

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Der Unterschied zum Yogakurs, ganz praktisch

Beide Kurse kosten gleich viel, dauern gleich lang und werden gleich bezuschusst. Sie tun aber unterschiedliche Dinge.

Yoga zielt auf Entspannung. Der Yogakurs desselben Anbieters trägt Stressbewältigung im Titel und arbeitet mit Atemtechniken und Meditation. Kraft entsteht dort nebenbei.

Pilates zielt auf Kraft. Hier ist Kräftigung das erklärte Ziel, nicht der Nebeneffekt. Du wirst deine Bauchmuskeln spüren, und der Kurs verlangt spürbar mehr körperliche Grundvoraussetzung.

Der deutlichste Hinweis darauf steckt in den Teilnahmebedingungen: Beim Pilateskurs gehört es zu den Ausschlusskriterien, wenn du nicht mindestens 30 Minuten am Stück Sport treiben kannst. Beim Yogakurs gibt es diese Hürde nicht. Wenn du gerade erst wieder anfängst, dich zu bewegen, ist Yoga der bessere Einstieg und Pilates der logische zweite Schritt. Eine ausführliche Gegenüberstellung findest du unter Yoga oder Pilates.

So bekommst du das Geld zurück

  1. Anmelden und bezahlenDie 129 Euro zahlst du zunächst selbst, eine direkte Abrechnung mit der Kasse gibt es bei Präventionskursen nicht.
  2. Alle acht Module abschließenUnd zwar innerhalb der acht Wochen. Der Anbieter gibt an, dass zwei bis drei Wochen Überziehung in der Regel unproblematisch sind, bei längerer Verzögerung aber keine Gewähr für die Erstattung übernommen wird.
  3. Teilnahmebescheinigung einreichenDie bekommst du nach Abschluss. Die meisten Kassen nehmen sie inzwischen per App oder Onlineportal entgegen.
  4. Erstattung erhaltenNach Angaben des Anbieters übernehmen Kassen im Schnitt 80 bis 100 Prozent, also etwa 75 bis 120 Euro.

Wie das bei den einzelnen Kassen aussieht und was du tun kannst, wenn deine Kasse nur einen Teil übernimmt, steht im Ratgeber zur Kostenübernahme.

Für wen der Kurs passt

Wenn Rücken und Haltung dein Thema sind. Pilates arbeitet gezielt an der Muskulatur, die die Wirbelsäule stabilisiert. Für alle, die viel sitzen oder Kinder tragen, ist das die naheliegendste Form von Prävention.

Nach der Rückbildung. Wenn die offizielle Rückbildung durch ist und du weitermachen willst, schließt Pilates dort ziemlich genau an: Beckenboden, tiefe Bauchmuskulatur, Atmung. Wichtig ist nur, dass du die Rückbildung wirklich abgeschlossen hast und dich fit fühlst.

Wenn du Struktur magst. Pilates ist präziser und technischer als Yoga. Es gibt klare Prinzipien und eine nachvollziehbare Logik dahinter. Frauen, denen Yoga zu esoterisch ist, kommen hier oft besser an.

Wenn du schon einen Kurs dieses Jahr gemacht hast. Die meisten Kassen bezuschussen zwei Präventionskurse pro Kalenderjahr. Yoga im Frühjahr, Pilates im Herbst, beides bezuschusst, das ist eine der besten Kombinationen, die dieses System hergibt.

Für wen der Kurs nichts ist

Wenn du gerade nicht 30 Minuten am Stück belastbar bist. Der Anbieter nennt das ausdrücklich als Ausschlusskriterium. Das ist keine Formalie, sondern eine ehrliche Einschätzung des Anspruchs. Fang in dem Fall mit Yoga an.

Bei akuten Beschwerden. Zu den genannten Ausschlussgründen zählen unter anderem ein akuter Bandscheibenvorfall, behandlungsbedürftige Erkrankungen des Bewegungsapparates, akute Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen, Fieber sowie akute Schmerzen in Ruhe, bei Bewegung oder nachts. Trifft eines davon zu, sprich bitte zuerst mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Wenn du vor allem runterkommen willst. Pilates entspannt weniger, als viele erwarten. Es ist Training. Wer nach einem stressigen Tag herunterfahren möchte, ist beim Yogakurs besser aufgehoben.

Wenn du individuelle Korrektur brauchst. Gerade bei Pilates kommt es auf die Ausführung an, und ein Video kann dich nicht sehen. Bei starker Unsicherheit oder nach Verletzungen ist ein Präsenzkurs die sinnvollere erste Wahl.

Was Teilnehmerinnen berichten

Der Anbieter kommt auf Trustpilot auf 4,3 von 5 Sternen.

Zum Pilateskurs finden sich Rückmeldungen, die die ruhige Art der Kursleiterin und die wertvollen Erklärungen hervorheben. Eine Teilnehmerin schreibt, sie habe nie gern Sport gemacht und würde nie in ein Fitnessstudio gehen, dieser Kurs mache ihr aber Spaß. Mehrfach positiv erwähnt wird auch die großzügige Zugriffsdauer, weil sie Puffer für stressige Wochen lässt.

Deutliche Kritik am Kursinhalt habe ich in den öffentlich einsehbaren Bewertungen nicht gefunden. Bei dieser Menge an Rückmeldungen ist das allerdings kein Qualitätsbeleg, sondern schlicht wenig Datenmaterial.

Was am Ende übrig bleibt

129 Euro Kursgebühr, davon nach Anbieterangabe 80 bis 100 Prozent erstattet, macht einen Eigenanteil zwischen null und rund 26 Euro. Dafür bekommst du acht Wochen angeleitetes Training, das du zeitlich frei einteilst, und eine Ausrüstung, die aus einer Matte besteht.

Der ehrliche Zusatz dazu: Bezahlt wird nur, was du auch abschließt. Wer nach Modul drei aufhört, hat 129 Euro ausgegeben und bekommt nichts zurück. Die acht Wochen sind der eigentliche Preis, nicht das Geld.

Mein Fazit

Wenn du eine starke Mitte willst, mit Rücken oder Haltung zu tun hast und dir zutraust, acht Wochen dranzubleiben, ist dieser Kurs eine gute Wahl. Suchst du dagegen vor allem Ruhe, nimm den Yogakurs.

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Häufige Fragen zum Pilates Präventionskurs

Ist der Kurs auch für Einsteigerinnen geeignet?

Ja. Der Anbieter erklärt alles Schritt für Schritt und gibt Anpassungen für verschiedene Trainingslevel. Voraussetzung ist allerdings, dass du grundsätzlich mindestens 30 Minuten am Stück körperlich aktiv sein kannst.

Welches Equipment brauche ich?

Eine Matte und dein Körpergewicht reichen aus. Gurte oder kleine Gewichte sind optional und für den Kurs nicht erforderlich.

Wie viel erstattet die Krankenkasse?

Nach Angaben des Anbieters übernehmen gesetzliche Kassen im Durchschnitt 80 bis 100 Prozent der Kursgebühr, also etwa 75 bis 120 Euro. Der genaue Betrag hängt von deiner Kasse ab.

Kann ich Yoga und Pilates im selben Jahr machen?

Die meisten gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen zwei Präventionskurse pro Kalenderjahr. Du kannst beide Kurse also nacheinander absolvieren und für beide einen Zuschuss beantragen.

Ist Pilates nach der Schwangerschaft geeignet?

Grundsätzlich ja, aber erst nach abgeschlossener Rückbildung und wenn du dich körperlich belastbar fühlst. Bei einer Rektusdiastase oder anhaltenden Beschwerden im Beckenboden sprich vorher mit deiner Ärztin oder Hebamme.

Wie lange habe ich Zugriff auf die Inhalte?

180 Tage nach der Anmeldung. Für die Erstattung muss der Kurs jedoch innerhalb der vorgesehenen acht Wochen vollständig absolviert werden.

Annika Berger, Autorin von yoga-online-kurse.de

Hallo, ich bin AnnikaZweifache Mama, seit Jahren täglich auf der Matte und überzeugt davon, dass Bewegung in jeden Alltag passt. Ich prüfe Online-Kurse und schreibe auf, was sie taugen. Mehr über mich