Mein Kurs-Tipp für den Einstieg

Yoga Präventionskurs online: Der Kurs, den deine Kasse bezahlt

Acht Wochen Hatha Yoga für zuhause, ZPP-zertifiziert und je nach Krankenkasse bis zu 100 Prozent erstattet. Hier steht alles, was du vor der Anmeldung wissen solltest.

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129 Euro einmalig · 8 Module · 180 Tage Zugriff

Yoga Präventionskurs online zuhause im Wohnzimmer vor dem Laptop
ZPP-zertifiziert nach § 20 SGB V

Als ich zum ersten Mal gehört habe, dass es einen Yoga Präventionskurs online gibt, den die Krankenkasse bezahlt, war meine erste Reaktion: Das klingt zu gut. Meine zweite war die Frage, wo der Haken liegt. Kurse, die nichts kosten, sind selten die besten.

Also habe ich mir angeschaut, was hinter diesem Modell steckt, und dabei ist mir der Hatha-Yoga-Kurs von Präventionskurse Online begegnet. Auf dieser Seite habe ich zusammengetragen, was der Kurs beinhaltet, für wen er passt, für wen ausdrücklich nicht, und wie die Erstattung wirklich abläuft.

Was für ein Kurs das ist

Der vollständige Name lautet „Hatha Yoga – aktive Entspannung und Stressbewältigung“. Angeboten wird er von Präventionskurse Online, einem Anbieter, der seit 2018 zertifizierte Gesundheitskurse ins Netz bringt. Geleitet wird der Yogakurs von Kati Blödorn, die auch bei einer Yogalehrer-Ausbildung unterrichtet.

Der Aufbau in Zahlen:

  • acht Module mit jeweils einem Videoteil aus Theorie und Praxis
  • angelegt auf acht Wochen, ein Modul pro Woche
  • 180 Tage Zugriff nach der Anmeldung
  • Kursgebühr einmalig 129 Euro
  • zertifiziert von der Zentralen Prüfstelle Prävention

Inhaltlich geht es nicht nur um Körperhaltungen. Der Kurs verbindet Yogapraxis mit Atemtechniken, Meditation und einem Theorieteil dazu, wie Stress im Körper überhaupt entsteht. Das ist typisch für Präventionskurse, denn die Zertifizierung verlangt, dass du am Ende verstehst, was du tust und warum, statt nur mitzuturnen.

Direkt zum Kurs

Wenn du dir die Kursbeschreibung und das Vorschauvideo beim Anbieter selbst ansehen willst, geht es hier entlang.

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Was ZPP-zertifiziert wirklich bedeutet

Die Zentrale Prüfstelle Prävention ist eine gemeinsame Einrichtung der gesetzlichen Krankenkassen. Sie prüft Präventionskurse anhand des Leitfadens Prävention des GKV-Spitzenverbandes. Geprüft wird nicht, ob ein Kurs schön gemacht ist, sondern ob die Kursleitung die nötige Qualifikation hat, ob das Konzept fachlich sauber aufgebaut ist und ob der Umfang stimmt.

Für dich heißt das zweierlei. Erstens ist die Qualität nicht nur eine Behauptung des Anbieters, sondern von einer unabhängigen Stelle geprüft. Zweitens, und das ist der praktische Teil, erkennen die gesetzlichen Krankenkassen diese Prüfung an und beteiligen sich deshalb an den Kosten.

Der Anbieter wirbt damit, dass der Kurs bei allen gesetzlichen Krankenkassen anerkannt sei. Diese Formulierung würde ich vorsichtiger fassen: Die ZPP-Zertifizierung ist die Grundlage, auf der praktisch alle gesetzlichen Kassen ihre Zuschüsse gewähren. Wie hoch der Zuschuss ausfällt und welche Bedingungen deine Kasse zusätzlich stellt, entscheidet sie aber selbst. Ein kurzer Anruf vor der Anmeldung ist deshalb nie verkehrt.

So läuft die Erstattung ab

  1. Anmelden und bezahlenDu zahlst die 129 Euro zunächst selbst. Eine direkte Abrechnung mit der Kasse gibt es bei Präventionskursen nicht, du gehst immer in Vorleistung.
  2. Kurs vollständig absolvierenAlle acht Module müssen abgeschlossen sein, und zwar innerhalb der acht Wochen. Der Anbieter gibt an, dass ein Überziehen um zwei bis drei Wochen in der Regel unproblematisch ist, bei längerer Verzögerung aber keine Gewähr für die Erstattung übernommen wird.
  3. Teilnahmebescheinigung einreichenNach Abschluss bekommst du eine Bescheinigung. Die reichst du bei deiner Krankenkasse ein, meist online über die Kassen-App oder das Kundenportal.
  4. Geld zurückbekommenNach Angaben des Anbieters übernehmen Kassen im Schnitt 80 bis 100 Prozent, also etwa 75 bis 120 Euro. Die Auszahlung dauert üblicherweise wenige Tage bis Wochen.

Den kompletten Ablauf mit allen Details, auch zu der Frage, was passiert, wenn deine Kasse nur einen Teil übernimmt, findest du in meinem Ratgeber zur Kostenübernahme.

Für wen der Kurs passt

Für Anfängerinnen ohne jede Vorerfahrung. Der Kurs ist ausdrücklich für Einsteigerinnen konzipiert, mit Anpassungsmöglichkeiten für unterschiedliche Levels und ausführlichen Erklärungen. Wenn du dich bisher für zu unbeweglich gehalten hast, bist du hier richtiger als in einem offenen Studiokurs, wo alle anderen die Haltungen schon kennen.

Für Frauen mit unberechenbarem Alltag. Es gibt keine festen Kurszeiten. Du übst, wenn es passt, morgens um sechs oder abends um zehn. Für mich war genau das der Grund, warum Online-Yoga bei mir funktioniert hat und Studiokurse nicht.

Wenn Stress dein Hauptthema ist. Der Schwerpunkt liegt deutlich auf Entspannung, Atmung und Stressbewältigung, nicht auf Kraft oder sportlicher Herausforderung. Mehrere Teilnehmerinnen beschreiben die Einheiten als wohltuend und nicht übermäßig intensiv.

Für wen der Kurs nichts ist

Diesen Abschnitt findest du auf Verkaufsseiten selten. Ich halte ihn für den wichtigsten.

Wenn du körperlich gefordert werden willst. Wer ins Schwitzen kommen und Kraft aufbauen möchte, ist mit einem dynamischen Vinyasa-Kurs oder mit Pilates besser bedient. Der Pilates-Präventionskurs desselben Anbieters geht deutlich stärker in Richtung Körpermitte und Kräftigung.

Wenn du Einzelkorrektur brauchst. Ein Video sieht dich nicht. Bei ausgeprägten Fehlhaltungen oder wenn du dir bei der Ausrichtung sehr unsicher bist, ist ein Präsenzkurs die bessere erste Wahl.

Wenn du acht Wochen am Stück nicht schaffst. Die Erstattung hängt daran, dass du den Kurs im vorgesehenen Zeitfenster abschließt. Wenn absehbar ein Umzug, eine Reise oder eine stressige Projektphase dazwischenkommt, warte lieber und starte später.

Bei bestimmten gesundheitlichen Einschränkungen. Der Anbieter nennt ausdrücklich Ausschlussgründe, unter anderem behandlungsbedürftige Erkrankungen des Bewegungsapparates, schwere psychische Erkrankungen, akute depressive Episoden, ausgeprägten Bluthochdruck, schwere Herzerkrankungen und Epilepsie. Wenn eines davon auf dich zutrifft, ist der Kurs nicht die richtige Wahl. Sprich in dem Fall bitte mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, es gibt oft passendere Angebote.

Was Teilnehmerinnen berichten

Auf Trustpilot kommt der Anbieter auf 4,3 von 5 Sternen.

Auffällig häufig wird die Kursleiterin gelobt, für ihre ruhige Art, die verständlichen Erklärungen und den nachvollziehbaren Aufbau. Mehrfach erwähnt wird auch, dass die Erstattung durch die Krankenkasse tatsächlich funktioniert hat, in einem Fall vollständig durch die Barmer. Eine Teilnehmerin schreibt, sie habe nie gern Sport gemacht und würde nie in ein Fitnessstudio gehen, dieser Kurs mache ihr aber Spaß. Genau diese Gruppe scheint der Kurs gut zu erreichen.

Kritische Stimmen zum Kursinhalt habe ich in den öffentlich einsehbaren Bewertungen kaum gefunden. Das ist bei einer so kleinen Zahl von Rückmeldungen allerdings kein Qualitätsbeweis, sondern schlicht eine dünne Datenlage.

Was der Kurs kostet und was übrig bleibt

Die Kursgebühr beträgt einmalig 129 Euro. Rechnet man mit dem vom Anbieter genannten Erstattungsrahmen von 80 bis 100 Prozent, bleiben bei dir zwischen null und rund 26 Euro hängen. Selbst im ungünstigsten Fall ist das weniger, als acht Wochen Studiokurs in fast jeder Stadt kosten würden.

Ein Punkt, den viele übersehen: Die meisten gesetzlichen Kassen bezuschussen zwei Präventionskurse pro Kalenderjahr. Du könntest also im selben Jahr noch den Pilateskurs anschließen und auch dafür einen Zuschuss bekommen.

Mein Fazit

Wenn du zuhause mit Yoga anfangen willst, Stress dein Hauptthema ist und du die Kostenfrage geklärt haben möchtest, ist dieser Kurs ein sinnvoller Startpunkt. Er ist geprüft, für Einsteigerinnen gemacht und am Ende kostet er dich vermutlich fast nichts.

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Häufige Fragen zum Yoga Präventionskurs

Brauche ich Vorkenntnisse für den Kurs?

Nein. Der Kurs ist für Einsteigerinnen konzipiert. Die Übungen werden ausführlich erklärt, und es gibt Anpassungen für verschiedene Levels. Neben der Praxis enthält der Kurs Theorieteile, in denen die Hintergründe erklärt werden.

Wie viel zahlt die Krankenkasse zurück?

Nach Angaben des Anbieters übernehmen gesetzliche Kassen im Durchschnitt 80 bis 100 Prozent der Kursgebühr, das entspricht etwa 75 bis 120 Euro. Der genaue Betrag hängt von deiner Kasse ab. Frag im Zweifel vor der Anmeldung nach.

Muss ich in Vorleistung gehen?

Ja. Du zahlst die 129 Euro bei der Anmeldung selbst und reichst nach Abschluss des Kurses die Teilnahmebescheinigung bei deiner Kasse ein. Die Erstattung kommt danach aufs Konto.

Wie lange habe ich Zeit für den Kurs?

Der Zugang läuft 180 Tage. Für die Erstattung musst du den Kurs allerdings innerhalb der vorgesehenen acht Wochen vollständig absolvieren. Der Anbieter gibt an, dass ein Überziehen um zwei bis drei Wochen üblicherweise kein Problem darstellt, bei längerer Verzögerung aber keine Gewähr besteht.

Was brauche ich an Ausrüstung?

Eine rutschfeste Matte, bequeme Kleidung, etwa zwei mal zwei Meter Platz und ein Gerät zum Abspielen der Videos. Ein Block und ein Gurt sind hilfreich, lassen sich am Anfang aber durch ein dickes Buch und einen Gürtel ersetzen.

Kann ich mehrere Präventionskurse pro Jahr machen?

Die meisten gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen zwei Kurse pro Kalenderjahr. Du könntest also Yoga und Pilates kombinieren und für beide einen Zuschuss erhalten. Weitere Kurse zahlst du selbst.

Gilt das auch für privat Versicherte?

Der Anspruch nach § 20 SGB V betrifft die gesetzliche Krankenversicherung. Manche privaten Versicherer erstatten Präventionskurse freiwillig, das ist aber von Tarif zu Tarif verschieden. Klär das vorab direkt mit deiner Versicherung.

Annika Berger, Autorin von yoga-online-kurse.deHallo, ich bin AnnikaZweifache Mama, seit Jahren täglich auf der Matte und überzeugt davon, dass Yoga in jeden Alltag passt. Ich prüfe Online-Kurse und schreibe auf, was sie taugen. Mehr über mich